Univ.-Ass. Mag. Claudia Jahn

Mag. Agnes Balthasar-Wach

 

 

030220 KU Europäisches Familienrecht mit Fokus auf Internationales  Kinder- und Erwachsenenschutzrecht

1 Stunde(n), 2 ECTS-Punkte

Unterrichtssprache: Deutsch

 

Termine und Online-Anmeldung über U:FIND/U:SPACE  

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Seit den 1960er Jahren beschäftigen sich internationale Übereinkommen spezifisch mit dem Kind als schutzbedürftige Person. Da Schutzbedürftigkeit nicht automatisch mit Erreichen eines gewissen Alters endet und Erwachsene auf Grund der steigenden Lebenserwartung immer häufiger Schutzmaßnahmen bedürfen, ist in den letzten Jahrzehnten auch der internationale Erwachsenenschutz in den Blickpunkt geraten. Der Begriff „Erwachsenenschutz“ ist relativ jung und erfasst aus österr Sicht vor allem die geltenden Rechtsinstitute Vorsorgevollmacht, Angehörigenvertretung und Sachwalterschaft.
Dieser Kurs zielt darauf ab, die Parallelen und Unterschiede zwischen Kinder- und Erwachsenenschutz in grenzüberschreitenden Konstellationen auf verschiedensten Ebenen aufzuzeigen. Hierzu gehören erstens die auf internationaler Ebene vereinheitlichten Regeln zur internationalen Zuständigkeit, zum anwendbaren Recht sowie zur Anerkennung und Vollstreckung (insb KSÜ und HESÜ); zweitens das dahinterliegende nicht vereinheitlichte nationale Recht mit besonderem Fokus auf Österreich, Deutschland und die Schweiz.

 

Wesentliche Inhalte:
-Grundlagen des IPR und des europäischen Familienrechts
-grund- und menschenrechtliche Vorgaben des Kinder- und Erwachsenenschutzes
-Fragen des grenzüberschreitenden Kinder- und Erwachsenenschutzes (internationale Zuständigkeit, anwendbares Recht, Anerkennung und Vollstreckung)
-rechtsvergleichende Perspektiven des materiellen Kinder- und Erwachsenenschutzrechts mit besonderem Fokus auf Österreich (inkl neues Erwachsenenschutzrecht ab 1.7.2018), Deutschland und die Schweiz

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Leistungskontrolle: Test, Gruppenreferat, freiwillige Mitarbeit verbessert die Note.
Erlaubte Hilfsmittel: unkommentierte Gesetzestexte

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Für den Erwerb eines positiven Lehrveranstaltungszeugnisses sind regelmäßige Anwesenheit und das Erreichen von 51% der Beurteilungskriterien notwendig.
Angemeldete Studierende, die in der Vorbesprechung ohne Angabe eines wichtigen Grundes nicht erschienen sind, werden abgemeldet.

Prüfungsstoff

Vortrag und  Diskussion