Lebenslauf

Lena Hornkohl studierte Rechtswissenschaften in Heidelberg und Uppsala. Nach Abschluss der Ersten Juristischen Prüfung im Jahr 2014 absolvierte sie ihr Rechtsreferendariat am OLG Karlsruhe, u.a. mit Station bei der Europäischen Kommission, und legte 2016 die Zweite Juristische Staatsprüfung ab. Im Jahr 2019 erwarb sie einen LL.M. in European Law and Economic Analysis am College of Europe in Brügge. 2020 wurde sie von der Universität Heidelberg mit einer Arbeit zum Thema „Geschäftsgeheimnisschutz im Kartellschadensersatzprozess“ promoviert. Sie war Gastwissenschaftlerin an der Universität Cambridge (2017), der Universität Graz (2022) und der Universität Chile (2023).

Von 2014 bis 2019 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht, Europarecht und Rechtsvergleichung von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Peter-Christian Müller-Graff an der Universität Heidelberg. 2019 wechselte sie als Rechtsanwältin im europäischen Kartellrecht zu einer internationalen Wirtschaftskanzlei in Brüssel. 2020 wurde sie Senior Research Fellow in der Abteilung für European and Comparative Procedural Law am Max Planck Institute Luxembourg for International, European and Regulatory Procedural Law. Seit 2022 ist sie Tenure-Track-Professorin für Europarecht an der Universität Wien. Parallel verfolgt sie ihr Habilitationsvorhaben mit einem zivilrechtlichen Thema an der Universität Heidelberg unter Betreuung von Prof. Dr. Dres. h.c. Burkhard Hess, Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Pfeiffer und Prof. Dr. Christian Heinze.

Lena Hornkohl wurde 2017 mit dem Nachwuchsförderpreis der Gesellschaft für Rechtsvergleichung ausgezeichnet; ihre Publikationen waren mehrfach für den Antitrust Writing Award nominiert, den sie 2026 in der "Private Enforcement" Kategorie gewann. Ihre Studien- und Forschungsaufenthalte wurden durch Stipendien der Konrad-Adenauer-Stiftung, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, der Europäischen Kommission und des Landes Steiermark gefördert.

Sie ist Co-Principal Investigator des drittmittelgeförderten Forschungsprojekts „Empowering Growth: State Aid and Industrial Policy in the European Union“ und Mitglied des Projektteams zur Durchführung der Studie zur Überprüfung und Vereinfachung der Foreign Subsidies Regulation für die Europäische Kommission.

Sie ist Präsidentin von IUS Omnibus, Advisor von CELIS und Mitglied der Lenkungsgruppe des Women in Competition Law Network Austria (WCNA). Lena Hornkohl organisiert zahlreiche (auch drittmittelgeförderte) wissenschaftliche Veranstaltungen und engagiert sich besonders als Gründungsmitglied der Nachwuchsnetzwerke „Early Career Competition Law Scholars Conferences“ und „Max Planck European Law Group“ sowie des „Ruben Perea Award for Early Career Competition Lawyers and Economists“ langjährig in der Vernetzung und Förderung von Nachwuchswissenschaftler:innen.

Lena Hornkohl unterrichtete an der Nationalen Universität Kiew-Mohyla-Akademie, der Universität Trier, der Universität Heidelberg, dem European University Institute, der Universität Gent, der Sommerhochschule der Universität Wien, der Fachhochschule für Rechtspflege Nordrhein-Westfalen und der Justizakademie Nordrhein-Westfalen. Sie ist sowohl am European Law Moot Court als auch am österreichischen Kartellrecht Moot Court aktiv beteiligt.

Lena Hornkohl ist Mitherausgeberin des Journal of European Competition Law & Practice (JECLAP), der Multimedia und Recht – Zeitschrift für IT-Recht und Recht der Digitalisierung (MMR), des EU Law Live Competition Corner sowie des Kluwer Competition Law Blog.

Sie ist Mitglied bei Amnesty International Deutschland e.V., Arbeitskreis Europäische Integration e.V., Academic Society for Competition Law (ASCOLA) e.V., Competition Litigation Forum e.V., Deutsch-Französische Juristenvereinigung e.V., Deutsche Gesellschaft für Internationales Recht e.V., Gesellschaft für Rechtsvergleichung e.V., Gesellschaft Junge Zivilrechtswissenschaft (GJZ) e.V. und Österreichische Gesellschaft für Europarecht (ÖGER) e.V.